Topfenknödel im Bucheckernmantel mit Holler-Nelkenwurz-Röster September

Schwierigkeitsgrad: Normal, dauert etwas länger

Zutaten Topfennockerl:

-  150 g Topfen
-  1 Esslöffel weiche Butter
-  1 Ei
-  5 Esslöffel Grieß
-  1 Prise Salz
-  100 g ausgelöste Bucheckern
-  100 g Mandeln
-  1 Esslöffel Butter
-  3 Esslöffel Rohrzucker

Zutaten Hollerröster:

- 1 kg Holunderbeeren, abgerebelt

- 200 g Zwetschken, entsteint und in Stücke geschnitten
- 200 g Birnen, vom Kerngehäuse befreit und geschnitten
- 100 ml Birnensaft
- 1 Zimtrinde
- 10 größere, saubere Nelkenwurz-Wurzeln im Ganzen
- 200 g Rohrzucker

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Bevor man mit den Nockerln beginnt, geht es ans Bucheckern sammeln. Das ist ein leichtes und schönes Unterfangen – wenn man Zeit hat! Ihr werdet sehen, dass ihr schnell einmal ein, zwei Stunden auf dem Waldboden unter ein paar schönen Rotbuchen verbringt … Danach geht es ans Schälen der Bucheckern, was noch länger dauert und auch noch weit mühsamer ist. Das ist im Übrigen eine schöne Gemeinschaftsarbeit in der Familie (wie früher …) oder mit Freunden, vielleicht bei einem guten Glas Wein. Wie auch immer: Irgendwann sind dann die köstlichen kleinen Nüsschen geschält und bereit zur Verarbeitung. Bucheckern sind stärke-, fett- und eiweißreich und enthalten neben vielen Vitaminen den Inhaltsstoff Fagin, der leicht giftig ist. Erwärmt man die Bucheckern, so verflüchtigt er sich, und sie sind sehr schmackhaft und bekömmlich.
Hier geht's zum Rezept:

Topfen, Butter, Grieß, Eier und Salz werden mit dem Mixer glatt gerührt, anschließend lässt man die Masse mindestens 15 Minuten rasten. In der Zwischenzeit bringt man gesalzenes Wasser in einem großen Topf zum Kochen. Nach der Ruhezeit formt man mit feuchten Händen kleine Knödel und legt sie ins leicht kochende Wasser. Die Knödel lässt man ganz leicht für etwa 10 Minuten kochen und hebt sie dann aus dem Wasser.

Für die Hülle der Nockerl reibt man Bucheckern und Mandeln fein mit einer Nussreibe. Die Butter wird in einer Pfanne bei mittlerer Hitze geschmolzen und die Nussmischung langsam darin goldbraun geröstet. Danach zieht man die Nussbrösel vom Herd, lässt sie etwas abkühlen und mischt anschließend den Zucker darunter. Zuletzt werden die noch feuchten Nockerl in der Mischung gewälzt und gemeinsam mit dem Hollerröster serviert.

Die köstliche Nelkenwurz wird viel zu wenig beachtet und wächst millionenfach an Wegrändern, im Wald und in Beeten. Die nächsten Monate sind die beste Zeit, sie auszugraben und zu nutzen – Gewürznelken kann man sich dann eigentlich sparen. Wie immer gilt es: ausprobieren!

Und nun zum Röster:
Für den Röster werde einfach alle Zutaten langsam erhitzt und ca. 20 Minuten lang leicht kochen gelassen. Wenn er fertig ist, entfernt man die Wurzeln und die Zimtrinde und serviert ihn zu den Topennockerln. Den Rest füllt man in sterile, verschließbare Gläser.

Insgesamt ist das ein köstliches, wenn auch vielleicht etwas zeitaufwändigeres Dessert – aber: Gut Ding braucht eben oft Weile :)!

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