Wildes Wurzelbrot Oktober

Schwierigkeitsgrad: Normal

Zutaten:

- 450 g helles Dinkelmehl
- 80 g Roggenmehl (Type 980)
- 10 g Salz
- 1 Esslöffel Sauerteig
- 20 g frische Germ
- 1 Teelöffel Honig
- 4 Esslöffel Olivenöl
- 375 ml lauwarmes Wasser
- 2 Zehen fein gehackter Knoblauch
- ca. 10 cm fein gehackter Lauch
- 100 g fein geraspelte Wurzeln von
Wilden Möhren und Nachtkerzen
- 1 Esslöffel frische Kräuter: Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut, Petersilie etc.


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Die Wurzeln wilder Pflanzen sind im Herbst eine gesunde Köstlichkeit, die kaum jemand nützt. Klar, es bedarf anfangs ein wenig Überwindung, mit Spaten, Pickel oder Schaufel in den Wald zu gehen und sein Essen vergleichsweise mühsam auszugraben. Hat man es aber einmal geschafft, kann das zur Leidenschaft werden. Mit jeder Wurzel mehr fühlt man sich immer erdverbundener und fast wie ein Trophäenjäger. Aber: Immer aufpassen, wo man gräbt und ob man das überhaupt an selbigem Ort darf! Man kann sich wilde Wurzeln im Übrigen auch in den Garten holen.
Diesmal habe ich versucht, zwei meiner Lieblingswurzeln in ein Brot zu verpacken – eine leichte Übung, die meiner Ansicht nach gelungen ist. Einige Testesser haben das bestätigt. Hier also das Wurzelbrot-Rezept:

Die Germ mit dem Honig verrühren und ein paar Minuten stehen lassen. Den Sauerteig mit etwa 50 ml vom lauwarmen Wasser anrühren und ebenfalls stehen lassen. In der Zwischenzeit werden die Mehle, Salz, Knoblauch, geraspelte Wurzeln und Kräuter vermischt und anschließend die Germ-Honig-Mischung und der angerührte Sauerteig gemeinsam mit Olivenöl und Wasser beigefügt. Den Teig knetet man  ca. 6 Minuten lang in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät. Nun lässt man den Teig eine Stunde lang zugedeckt gehen, danach teilt man ihn in zwei Teile, formt diese zu zwei Strängen und dreht diese auf einer bemehlten Oberfläche rasch wie eine Wurzel ein. Beide Teigstränge werden parallel nebeneinander auf ein Backblech gelegt, mit Olivenöl bestrichen, noch einige Minuten gehen gelassen und anschließend im vorgeheizten Backrohr bei 200 Grad gebacken. Nach ca. 10 Minuten reduziert man die Hitze auf 190 Grad. Nicht vergessen: Schon vor dem Backen ein Gefäß mit kochendem Wasser für die Dampfentwicklung ins Rohr stellen und während des Backens alle 10 Minuten etwas Wasser ins Backrohr sprühen. Nach insgesamt 30 Minuten Backzeit sollte das Brot fertig sein. Wichtig: Es muss eine schöne, braune Kruste haben und auch an der Unterseite fest sein. Wenn nicht, dann braucht das Brot noch ein paar Minuten.

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