Die Wildkräuter- und Wildpflanzenküche verbindet den Genuss besonderer Aromen mit gesunden Inhaltsstoffen, die wir in dieser Form nur in der Natur finden. Je nach Jahreszeit kommen die unterschiedlichsten Pflanzen und Pflanzenteil auf den Tisch – von der Knospe bis zur Wurzel. Sie versorgen unseren Organismus gleichzeitig mit wichtigen Pflanzeninhaltsstoffen.

Ob Klettenwurzeln aus dem Wok, Grüne Brote oder Süßes mit Mädesüß, Gundelrebe oder Dost  ... die Liste der Köstlichkeiten aus Wildpflanzen kann man endlos fortsetzen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wir werden uns im Laufe des Jahres gemeinsam durch diese feinen Dinge kosten - ich liefere dafür die Rezepte!

Guten Appetit und viel Spaß beim Kochen! Alle Rezepte nach Jahreszeit

Neueste Rezepte

Palatschinkenröllchen mit Weißem Gänsefuß und Räucherlachs – Ein idealer Snack als Vorspeise oder für Buffets August

Schwierigkeitsgrad: Normal

Zutaten:

  • 350 g Weizenmehl
  • ca. 5 g Trockengerm
  • 2-3 Handvoll Weißen Gänsefuß (ca. 5 dag)
  • 1/2 Zwiebel
  • ca. 1/3 l warmes Wasser
  • 1/2 Teel. Salz
  • 1/2 Teel. Kristallzucker
  • 2 El. Olivenöl
  • 1 verquirltes Ei

Wie im obigen Rezept aus Zwiebel, Gänsefuß und Wasser einen Spinat herstellen, das Wasser abgießen und den Spinat pürieren. Den Spinat mit der Hälfte des warmen Wassers aufgießen und verühren. Für den Baguetteteig Mehl, Germ und Salz vermischen, das Olivenöl über die Mischung gießen und anschließend die Spinat-Wasser-Mischung mit dem Knethaken des Mixers einarbeiten. Vom restlichen warmen Wasser soviel zum Teig zugeben, bis eine weiche Kugel entsteht, die sich vom Rand der Schüssel löst. Danach den Teig an einem warmen Ort gehen lassen, bis er mindestens doppelt so hoch ist wie zu Beginn. Schließlich teilt man den Teig mit etwas bemehlten Händen in drei Teile und rollt diese zu Stangen, die man eventuell noch etwas eindreht. Man dreht dazu ein Teilende des Baguettes immer in dieselbe Richtung, während das andere Ende liegen bleibt – das sieht sehr hübsch aus. Zuletzt das die Baguettes mit einem verquirlten Ei bestreichen, und ab geht's ins vorgeheizte Backrohr bei 190 C° Umluft – ca. 15 Minuten backen, bis der Teig leicht bräunlich wird. Fertig sind die grünen Baguettes!

Grünes Baguette mit Giersch-Pesto oder mit Schafgarbenbutter Juli

Schwierigkeit: Normal
 
Zutaten Baguette:
  • 350 g Weizenmehl
  • ca. 5 g Trockengerm
  • 1 Handvoll frisch Wildkräuter (Dost, 
    Vogelmiere, Sauerampfer, Spitzwegerich, etc.)
  • ca. 1/3 l warmes Wasser
  • 1/2 Teel. Salz
  • 1/2 Teel. Kristallzucker
  • 2 El. Olivenöl
  • 1 verquirltes Ei
Zutaten Giersch-Pesto:
  • 2 Handvoll frische Gierschblätter
    (immer wenn möglich junge, neue Bätter pflücken)
  • 60 g Cashew- oder Pinienkerne
  • 3-4 El Olivenöl
  • Salz

Zutaten Schafgarbenbutter:

  • 180 g Butter
  • 1 Handvoll Schafgarbenblüten und -blätter
  • 2 El Olivenöl
  • Salz


Zubereitung Brot: Mehl, Germ und Salz vermischen, das warme Wasser mit den Wildkräutern pürieren und anschließend gemeinsam mit dem Olivenöl mit dem Knethaken des Mixers einarbeiten, bis eine weiche Kugel entsteht, die sich vom Rand der Schüssel löst. Danach den Teig an einem warmen Ort gehen lassen, bis er mindestens doppelt so hoch ist wie zu Beginn. Schließlich teilt man den Teig in drei Teile (Hände etwas bemehlenrollt diese zu drei Stangen und bestreicht sie mit einem verquirlten Ei. und im auf 190 C° vorgeheizten Backrohr ca. 15 Minuten backen. Die Baguettes werden sehr schön hellgrün Schafgarbenbutter: Die weiche Butter mit dem Olivenöl cremig rühren, die jungen Schafgarbenblätter sehr fein hacken und dazu geben. Mit einem halben Teelöffel Salz abschmecken und alles gut vermischen. Im Kühlschrank etwas fest werden lassen, danach die Masse zu einer Rolle formen, einwickeln oder ungeformt in ein flaches verschließbares Glas drücken und kühl stellen. 

Zubereitung Giersch-Pesto: Die Gierschblätter fein hacken, die Cashew- oder Pinienkerne teils fein, teils grob hacken. Danach Beides mit dem Olivenöl vermischen und mit Salz abschmecken - fertig!

Prosecco mit Lavendelsirup Juni

Schwierigkeit: Simpel

Zutaten:

  • 1 1/2 l Wasser
  • 1 1/2 l Zucker (je nach Vorliebe Kristall-, Braun- oder Rohrzucker - der Sirup erhält je nach Zuckerart unterschiedliche Farben)
  • drei bis vier Bio-Zitronen
  • ca. 60 Lavendelblüten



Wasser und Zucker aufkochen und ca. fünf Minuten kochen lassen. Danach die Lavendelblüten mit dem heißen Zuckerwasser übergießen, den Saft der gepressten Zitronen beifügen, und das Gemisch zumindest 24 Stunden lang stehen lassen. Man kann den Sirup auch zwei bis drei Tage lang ansetzen - dementsprechend intensiver ist das Ergebnis in Geschmack und Farbe. Schließlich wird der angesetzte Sirup durch ein mit einem weichen Tuch ausgelegtes Sieb abgeseiht, die Lavendelblüten und Zitronenstücke ausgepresst, und der Sirup anschließend noch einmal aufgekocht. Zuletzt füllt man den Sirup in saubere, sterile Flaschen, verschließt sie gut und lagert sie dunkel. Lavendelsirup schmeckt sehr intensiv und ist an heißen Tagen sehr erfrischend mit Prosecco, Sekt oder auch Weißwein. Das Mischverhältnis bestimmt man am besten selbst, ich empfehle ca. 1 Teil Sirup und 5 Teile Prosecco.