Die Wildkräuter- und Wildpflanzenküche verbindet den Genuss besonderer Aromen mit gesunden Inhaltsstoffen, die wir in dieser Form nur in der Natur finden. Je nach Jahreszeit kommen die unterschiedlichsten Pflanzen und Pflanzenteil auf den Tisch – von der Knospe bis zur Wurzel. Sie versorgen unseren Organismus gleichzeitig mit wichtigen Pflanzeninhaltsstoffen.

Ob Klettenwurzeln aus dem Wok, Grüne Brote oder Süßes mit Mädesüß, Gundelrebe oder Dost  ... die Liste der Köstlichkeiten aus Wildpflanzen kann man endlos fortsetzen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wir werden uns im Laufe des Jahres gemeinsam durch diese feinen Dinge kosten - ich liefere dafür die Rezepte!

Guten Appetit und viel Spaß beim Kochen! Alle Rezepte nach Jahreszeit

Neueste Rezepte

Marillen-Muffins mit Steinklee Juni

Schwierigkeitsgrad:Normal

Zutaten:

- 150 g Butter
- 250 g Dinkelmehl
- 1 Teelöffel Backpulver
 - 1 Teelöffel Natron
- 2 Eier
- 200 g Crème Fraiche oder Sauerrahm
- 100 g Rohrzucker
- 2 Handvoll Steinkleeblütenstände
- 3 Esslöffel Steinkleeblüten, über Nacht angetrocknet und abgerebelt
- 250 ml Schlagobers
- 5-6 feste Marillen, in kleine Stücke geschnitten

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Sommerzeit ist Steinkleezeit – heuer blüht der Steinklee schon seit Wochen, viel früher als sonst. Mit etwas Glück können wir die zarten, gelben Blüten noch bis September ernten. Im Prinzip kann man fast jede Süßspeise mit den aromatischen Blüten geschmacklich verfeinern – wichtig nur: Die Blütenstände müssen über Nacht anwelken, damit das enthaltene Cumarin seinen Duft entfalten kann. Hier ein einfaches Muffin-Rezept, das aber auf jeden Fall Anhänger finden wird. So wird's gemacht:

Mindestens vier Stunden vor der Zubereitung der Muffins werden zwei Hände Steinkleeblütenstände in kaltes Schlagobers eingelegt, zugedeckt und im Kühlschrank ziehen gelassen. Sind die Blüten lange genug im Obers gelegen, seiht man sie ab und presst sie aus. Nun schlägt man das aromatisierte Obers und stellt es bis zur Fertigstellung der Muffins kühl.

Und nun zu den Muffins:
Das Backrohr wird auf 180° (Heißluft: 160°) vorgeheizt. Man lässt die Butter langsam in einem Topf schmelzen und vermischt Mehl, Natron und Backpulver gut. Nun werden Eier, Sauerrahm, Zucker, flüssige Butter und Steinkleeblüten mit dem Mixer verrührt. Anschließend hebt man die Mehlmischung unter und zuletzt noch die klein geschnittenen Marillen. Die Vertiefungen des Muffin-Blechs werden mit Muffin-Förmchen aus Papier ausgelegt und mit jeweils einem Teelöffel Teig befüllt. Man bäckt die Muffins für etwa 15 Minuten, bis sie goldbraun sind, holt sie noch heiß aus dem Blech und lässt sie auskühlen.

Die Muffins werden gemeinsam mit dem aromatisierten Obers serviert. Hat man etwas mehr Geduld, kann man die Muffins damit hübsch verzieren.

Sommerliches Blüten-Fingerfood Juni

Schwierigkeitsgrad: Simpel

Zutaten:

- 8 Taglilienblüten
- 8 Kapuzinerkresseblüten
- 8 Glockenblumenblüten
- 80 g Ricotta
- 40 g geriebenen Appenzeller
- 1 Handvoll  frische, fein gehackte Kräuter, hier: Dost, Schnittlauch, Kleiner Wiesenknopf, Kapuzinerkresseblätter
- Salz, Pfeffer
- 2 Esslöffel geriebene Mandeln

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Dass Taglilien- und Kapuzinerkresseblüten essbar sind, hat sich schon herumgesprochen. Glockenblumen sind vielleicht als essbare Blüten nicht so bekannt – das mag daran liegen, dass sie geschmacklich etwas neutral sind, dafür aber wunderschön. Taglilien- und Kapuzinerkresseblüten sind dagegen zarte, aromatische Delikatessen. Falls ihr all diese Blüten im Garten hat oder vielleicht in Nachbars Garten … dann könnt ihr rasch einmal dieses einfache, hübsche, sommerliche Fingerfood zubereiten. Gäste werden es euch jeden Fall danken!

Zuerst werden die geriebenen Mandeln langsam und ohne Zugabe von Fett angeröstet, bis sie duften. Anschließend vermischt man Ricotta, geriebenen Appenzeller, geröstete, geriebene Mandeln, Kräuter, Salz und Pfeffer zu einer würzigen Creme. Erst jetzt sollte man in den Garten gehen und die Taglilien pflücken, da die wunderschöne, köstliche Pracht rasch verwelkt. Kapuzinerkresseblüten halten sich viel länger frisch, aber auch die Glockenblumen lassen schnell die Köpfchen hängen.

Also rasch die Blüten pflücken, aus den Taglilien die Staubblätter vorsichtig herausschneiden, und die Füllung in einen Spritzsack füllen. Nun setzt man in die erste Taglilienblüte einen größeren Tupfer der Füllung und setzt die Kapuzinerkresseblüte darauf. Auch in diese Blüte setzt man einen Tupfer der Fülle und krönt den kleinen Appetizer mit einer Glockenblumenblüte.
Dieses wunderschöne Fingerfood ist die perfekte, essbare Dekoration zu sommerlichen Menüs, kalten Platten oder einfach so zu Brot und Wein. Viel Spaß damit!

Lindenblüten-Rhabarber-Dessert Juni

Schwierigkeitsgrad: Normal

Zutaten:

400 g Kokosmilch
- 70 g Wasser
- 120 g Milchreis
- 1 Prise Salz
- 1-2 Esslöffel Dattel- oder Ahornsirup
- 2 Handvoll frisch aufgeblühte Lindenblüten (einzeln abgezupft)
- 500 g Rhabarber
- 50 g Rohrzucker
- ½ Teelöffel Johannisbrotkernmehl

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Lindenblüten sind uns allen in Teeform bekannt – selbst nicht Kräuterkundige wissen, dass man Lindenblütentee trinken sollte, wenn man an fiebrigen Erkältungskrankheiten leidet, weil er dabei hilft, die Krankheit “herauszuschwitzen”. Lindenblüten enthalten Schleimstoffe, die bei Husten und Erkältungen lindernd wirken können. Weitere Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Flavonoide und Gerbstoffe sind für eine reizlindernde, beruhigende und schmerzlindernde Wirkung verantwortlich. Auch kulinarisch sollte man Lindenblüten mehr Beachtung schenken, ihr feines Aroma verleiht Speisen und Getränke einen ganz besonderen Geschmack.

Ich habe diesmal mit einigen meiner Lieblingslebensmittel (Reis, Kokosmilch, Rhabarber) einfach ein veganes Lindenblüten-Dessert ausprobiert – oft werde ich dafür kritisiert, dass ich zu wenig vegan koche. Also bitte, hier endlich wieder einmal ein veganes Gericht, dass hoffentlich Freude bereitet. Mit schmeckt es!

300 g Kokosmilch und Wasser werden mit der Prise Salz zum Kochen gebracht, der Milchreis eingestreut und ca. 20 Minuten lang zugedeckt und unter häufigem Umrühren leicht gekocht. Danach nimmt man den Milchreis vom Herd und lässt ihn zugedeckt noch 10 Minuten nachziehen. Ahorn- oder Dattelsirup werden eingerührt, anschließend lässt man die Creme auskühlen. In der Zwischenzeit wärmt man den Rest der Kokosmilch gemeinsam mit den Lindenblüten an, ohne sie aufzukochen und lässt die Mischung bei geschlossenem Deckel ca. 1 Stunde ziehen – anschließend rührt man sie in den ausgekühlten Milchreis.

Der Rhabarber wird geschält, in ca. 2 cm große Stücke geschnitten, mit dem Zucker vermischt und für etwa 15 Minuten ziehen gelassen. Anschließend kocht man den Rhabarber für ca. 10 Minuten, bis er  weich ist, püriert ihn und rührt das Johannisbrotkernmehl zügig unter.

Beide ausgekühlte Cremes füllt man in Schichten in Gläser und dekoriert sie mit frischen Lindenblüten. Der Duft der Lindenblüten macht sich gut mit dem säuerlichen Rhabarber  – ein wunderbares, erfrischendes Sommer-Dessert!



Festliche Blumenwiesentorte Mai

Schwierigkeitsgrad: etwas Übung schadet nicht

Zutaten:

Tortenboden:

- 180 g Rohrzucker
- 170 g Dinkelkuchen- oder Weizenmehl
- 20 g Maisstärke
- 90 ml Rapsöl
- 100 ml Wasser
- 1 Teelöffel Backpulver
- 1 Teelöffel Natron
 ½ Teelöffel Vanillezucker
- 3 Handvoll frische Vogelmiere
- 2 Handvoll frische Melissenblätter
- 3 Eier
- 1 Prise Salz
- Butter und Mehl zum Ausstreuen der Tortenform
- 2 Esslöffel fruchtige Marmelade
- 1 Esslöffel Aperol



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Rhabarber-Gelee:

- 500 g Rhabarber
- 5 Blatt Gelatine
- 100 g Zucker
- 1 Teelöffel Zitronensaft

Dekoration:

- 50 schöne Blätter vom Spitzwegerich und vom Mittleren Wegerich
- unterschiedliche essbare blühende Wiesenblumen und Wildkräuter nach Saison (Blüten samt Stielen)
- ca. 20 hübsche Blätter essbarer Wildpflanzen
(hier: Schafgarbe, Frauenmantel, Kleiner Wiesenknopf, Spitzwegerich)


Vogelmiere-Joghurt-Creme:

- 200 g Schlagobers
- 250 g griechisches Joghurt (10 %)
- ca. 60 g frische Vogelmiere (1 mittelgroße Schüssel)
- 1 Esslöffel Ricotta
- ½ Teelöffel frisch abgeriebene Zitronenschale
- 50 g Zucker (nach Geschmack auch weniger oder mehr)
- 8 Blatt Gelatine










Vor einiger Zeit bin ich gefragt worden, ob ich anlässlich eines runden Geburtstages eine schöne und wohlschmeckende Wildkräuter-Torte backen könnte .... Ich wollte den Wunsch nicht abschlagen, weil er mir wichtig war – das ist mein Ergebnis, mit dem ich – nach einer mittelmäßig gelungenen Probetorte – nur richtig zufrieden bin. Das Rezept ist nicht schwierig, es dauert allerdings eine Weile, bis was Werk vollendet ist :):

Als erstes werden die Eier getrennt und aus den Eiklaren mit der Prise Salz steifer Schnee geschlagen, den man kühl stellt. Anschließend wird die Vogelmiere mit etwa 10 ml vom Wasser fein püriert. Die Melissenblätter blanchiert man für ca. 1 Minute in kochendem Wasser, seiht sie ab, übergießt sie mit kaltem Wasser, presst sie aus und hackt sie grob. Die gehackte Melisse wird nun gemeinsam mit dem Vogelmiere-Püree püriert. Die Eidotter schlägt man gemeinsam mit Rohrzucker und Vanillezucker für ca. 5 Minuten zu einer lockeren, schaumigen Masse, in die man zuletzt langsam Öl, Kräuter-Püree und das restliche Wasser einfließen lässt. Schließlich wird das mit Maisstärke, Backpulver und Natron vermischte Mehl abwechselnd mit dem Schnee untergehoben. Nun füllt man die Masse in eine mit Butter ausgestrichene und mit Mehl gestaubte Tortenform und bäckt den Tortenboden bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) im vorgeheizten Backrohr für ca. 20 Minuten. Wenn die Masse durchgebacken ist (Nadelprobe!), nimmt man sie aus dem Backrohr. lässt sie abkühlen und bestreicht sie anschließend mit einer Mischung aus Marmelade und Aperol.

Für das Gelee wird der Rhabarber geschält, in ca. 2 cm große Stücke geschnitten, mit dem Zucker vermischt, und für etwa 15 Minuten ziehen gelassen. Anschließend kocht man ihn mit dem Zitronensaft für ca. 10 Minuten, bis er ganz weich ist und püriert in fein. Kurz vor Ende der Kochzeit weicht man die Gelatine in kaltem Wasser ein und rührt sie, gut angeweicht, in die Rhabarbercreme. Man lässt die Creme so lange ruhen, bis sie lauwarm ist und bedeckt nun damit den Tortenboden. Nun lässt man die Torte für mindestens 3 Stunden kühl stehen, bis das Rhabarber-Gelee fest ist.

Für den Tortenabschluss, die hellgrüne Joghurtcreme, wird zunächst das Obers steif geschlagen. Die Vogelmiere püriert man mit dem Joghurt zu einer grünen Creme. Anschließend fügt man Zucker, Ricotta und Zitronenschale zum grünen Joghurt-Püree und mixt daraus mit dem Rührgerät eine feine Creme. 3 Esslöffel der Creme wärmt man langsam an und löst darin die nach Packungsanleitung eingeweichte Gelatine auf. Die Gelatine-Mischung verrührt man zügig mit der Joghurt-Creme und hebt zuletzt vorsichtig das fest geschlagene Obers unter. Die hellgrüne Creme füllt man nun auf das mittlerweile erkaltete Rhabarber-Gelee und lässt die Torte nun noch einmal für einige Stunden fest werden. 2 Esslöffel der grünen Creme hebt man auf, um damit zur Vollendung der Torte die Seitenränder zu bestreichen!

Kurz vor dem Servieren nimmt man den Tortenring ab und bestreicht die Seiten der Torte mit dem Rest der grünen Joghurt-Creme. An diese Creme “klebt” man nun die auf ca. 6 cm Länge gekürzten Wegerich-Blätter als Umrandung. Aus den restlichen Blüten und Blätter gestaltet man eine üppige Blumenwiese nach Geschmack. Nun ist die wunderschöne Blumenwiesentorte endlich fertig – man wird sie wohl nicht täglich backen, aber für einen festlichen Anlass eignet sie sich perfekt!

Lindenblätter süß-sauer Mai

Schwierigkeitsgrad: Simpel

Zutaten:

- 1 Salatschüssel frische, junge Lindenblätter
- 350 ml heller Balsamico-Essig
- 350 ml Wasser
- 2 Teelöffel Salz
- 6 Esslöffel Rohrzucker
- 2 Handvoll Wilder Lauch, in Ringe geschnitten (auch Frühlingszwiebel möglich)
- je 2 Teelöffel Pfeffer- und Senfkörner

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Lindenblätter sind die bekömmlichsten und zartesten Blätter unserer heimischen Laubbäume und eigentlich immer essbar, solange der Baum im Verlauf eines Jahres grün belaubt ist. Natürlich schmecken sie jetzt, im Mai, am besten, wo sie jung und zart sind. Die Blätter von Linden eignen sich für verschiedenste Zubereitungen und schmecken auch roh sehr fein. Eine Variante, die ich besonders mag, sind die süß-sauer eingelegten Blätter:
Balsamico-Essig, Wasser, Zucker, Salz und Gewürze in einem Topf mischen und aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Nun werden die Lindenblätter und der Wilde Lauch dazugegeben und für nur eine Minute blanchiert. Anschließend hebt man sie mit einem Sieb aus dem Sud und füllt sie in sterile Gläser. Den Sud kocht man noch einmal auf, gießt ihn über die Blätter und verschließt die Gläser.

Die köstlichen süß-sauren Blätter passen gut zu Käse und als Beilage zu vielen anderen Speisen. Sie schmecken natürlich auch einfach als Nascherei ganz großartig und können einige Monate lang aufbewahrt werden.



Einfache Ostersuppe mit Karotten-Hasen März

Schwierigkeitsgrad: Simpel

Zutaten:

- 1 Salatschüssel (Sauer)ampferblätter und Bärlauch gemischt
- 2 Esslöffel Olivenöl
- 1 große Zwiebel
- ⅓ Stange Lauch
- 1 l Gemüsesuppe
- 250 ml Schlagobers
- Salz, Pfeffer
- 2 große, dicke Karotten
- 1 nicht allzu großer Osterhasen-Keks-Ausstecher

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Meine heurige Ostersuppe ist günstig, schmeckt gut und sieht "putzig" aus. Ihr braucht dazu gar nicht viel – vor allem einen hübschen Osterhasen-Ausstecher. Natürlich gelten auch Schafe und Küken, keine Frage. Bei dieser Suppe schmeckt mir einfach schon die Farbe. Hier das ganz einfache Rezept:

Die Zwiebel hacken, den Lauch in Ringe schneiden. Das Olivenöl in einem heißen Suppentopf erhitzen, darin Zwiebel und Lauch glasig braten, anschließend die Ampferblätter und den Bärlauch beifügen, ebenfalls kurz anrösten und mit der Gemüsesuppe aufgießen. Die Suppe nun zugedeckt für ca. 10 Minuten kochen lassen, dann pürieren und mit einem Schuss Schlagobers sowie Salz und Pfeffer verfeinern. Der größere Teil des Schlagobers wird nun fest geschlagen. Die Karotten schneidet man der Länge nach in ca. 2 mm dicke Scheiben, aus denen man Osterhasen aussticht. Beim Anrichten setzt man jeweils einen Esslöffel geschlagenes Obers auf jeden Teller mit Suppe und schmückt diesen mit einem Karotten-Hasen.

Dazu gibt es Bärlauch-Liwanzen.

Erstes Frühlingsgrün mit Vogelmiere-Gugelhupf März

Schwierigkeitsgrad: Normal

Zutaten:

- 250 g Rohrzucker
- 250 g Dinkelkuchen- oder Weizenmehl
- 1 Esslöffel Dinkelkuchen- oder Weizenmehl extra
- 125 ml Rapsöl
- 135 ml Wasser
- 1 gehäufter Teelöffel Backpulver
- 1 gehäufter Teelöffel Natron
- ½ Teelöffel Vanillezucker
- 2 Handvoll frische Vogelmiere
- 4 Eier (groß)
- 1 Prise Salz
- Butter und Mehl zum Ausstreuen der Gugelhupf-Form
- evtl. Staubzucker zum Bestreuen

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Noch nicht viel Grün am Wegesrand, so weit das Auge reicht – sehr mühsam ist das heuer! Aber die Vogelmiere lässt uns gottseidank nie im Stich – daher gibt es heute einmal Vogelmiere-Gugelhupf, damit ein bisschen erstes Grün mein Auge – und meinen Gaumen – erfreut :)! Viel Spaß mit dem Rezept:

Als erstes werden die Eier getrennt und aus den Eiklaren mit der Prise Salz steifer Schnee geschlagen, den man  kühl stellt. Anschließend wird die Vogelmiere mit etwa 10 ml vom Wasser fein püriert. Die Eidotter schlägt man gemeinsam mit Rohrzucker und Vanillezucker für ca. 5 Minuten zu einer lockeren, schaumigen Masse, in die man zuletzt langsam Öl und Wasser einfließen lässt. Schließlich wird das mit Backpulver und Natron vermischte Mehl abwechselnd mit dem Schnee untergehoben und die Masse anschließend in zwei gleiche Hälften geteilt. In einen Teil hebt man mit dem Schneebesen vorsichtig das Vogelmiere-Püree und den extra Esslöffel Mehl unter. Nun füllt man die beiden Massen abwechselnd in eine mit Butter ausgestrichene und mit Mehl gestaubte Gugelhupfform und bäckt den Kuchen bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) im vorgeheizten Backrohr.

Schmeckt sehr grün, dieser Gugelhupf – und ist auch sehr grün! Guten Appetit!

Birkenkätzchen-Krokant März

Schwierigkeitsgrad:Simpel

Zutaten:

- 2 Esslöffel frisch gepflückte, noch geschlossene, gehackte Birkenkätzchen
- 2 Esslöffel grob gehackte Walnüsse, Haselnüsse und/oder Mandeln (z. B. gemischt)
- 1 Teelöffel fein gehackte, frische Zitronenschale
- 5 Esslöffel Rohrzucker
- je 1 Prise frisch geschrotete Chilis und Pfeffer



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Heuer haben es mir die Kätzchen angetan – daher schon wieder ein Kätzchen-Rezept! Diesmal verarbeiten wir die leicht herben, festen Birkenkätzchen in Krokant – ein nicht zu verachtendes Dessert! Hier das Rezept:
Die gehackten Nüsse werden langsam und ohne Zugabe von Fett in einer Pfanne leicht angeröstet, bis sie duften. Anschließend fügt man alle weiteren Zutaten hinzu und rührt die Mischung immer wieder, bis flüssiger, hellbrauner Karamell entstanden ist. Beim Schmelzen des Zuckers entstehen zuerst harte Klümpchen, die sich erst nach einigen Minuten auflösen – nicht aufgeben und auch die Temperatur nicht zu hoch schalten. Sobald der Zucker ganz geschmolzen ist, gießt man die Masse auch ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und streicht sie glatt. Der Krokant trocknet sehr rasch und wird dann, in Stücke gebrochen, serviert.
Dieser Krokant ist etwas Feines zum Naschen zum Kaffee oder zum Dekorieren anderer Süßspeisen – schmeckt interessant!
Statt Birkenkätzchen können auch Erlenkätzchen verwendet werden.